Das Gehör

 

Das Gehör ist eines der wichtigsten Sinnesorgane.
Unser Gehör ist sehr sensibel. Es muss gegen Lärm geschützt werden.

 

Der Schall | Unser Ohr | Lärm | Lärmschwerhörigkeit

 



Der Schall

 

Schall entsteht durch Schwingungen von Luftmolekülen, welche abwechselnd komprimiert und verdünnt werden. Die an einem Klangkörper erzeugte Klangenergie breitet sich um die Schallquelle in wellenartigen Zonen von Über- und Unterdruck aus. Der entstandene Wechseldruck wird als Schalldruck bezeichnet.

 

 

 

Grafisch lassen sich auf diese Weise Schallwellen darstellen.
Verändert sich die Amplitude, wird dies vom Menschen als Veränderung der Lautstärke empfunden, während eine Erhöhung oder Erniedrigung der Frequenz als Veränderung der Tonlage (Sopran oder Bass) wahrgenommen wird.
Das menschliche Ohr hört nicht in allen Frequenzen gleich gut. Das heißt, dass die Hörbarkeit eines Schalles sowohl von seinem Schalldruckpegel, als auch von seiner Frequenz abhängt.
Am empfindlichsten werden Töne im Bereich von 2 bis 5 kHz gehört. Dies ist allerdings auch der Bereich, der durch chronischen Lärm am meisten geschädigt wird.

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Unser Ohr

 

Das menschliche Ohr lässt sich in drei voneinender abgrenzbare Bereiche aufteilen: Außen-, Mittel-, und Innenohr.
Im Außenohr, welches aus Ohrmuschel und Gehörgang besteht, werden die Schallwellen aufgefangen und zum Trommelfell weitergeleitet.

 

 

 

 

Die Schwingungen des Trommelfells werden im Mittelohr durch die Gehörknöchelchen (Hammer, Amboss und Steigbügel) auf das so genannte »ovale Fenster«, den Übergang zum Innenohr, übertragen. Das Innenohr besteht aus dem Gleichgewichtsorgan und der Schnecke. Hier werden die mechanischen Informationen (Schallwellen) in elektrische, nervale Reize umgewandelt. Die Schnecke setzt sich aus drei mit Flüssigkeit gefüllten Kammern (Schneckengang, Vorhof und Paukentrompete) zusammen. Diese sind durch zwei Membranen, die Reißnersche und die Basilarmembran voneinander getrennt. Auf der Basilarmembran sitzt das Cortische Organ, auf welchem sich die Rezeptoren des Hörorgans, die Haarzellen befinden. Gelangt eine Schallwelle über Außen- und Mittelohr an das ovale Fenster kommt es zu einer Volumenverschiebung der Flüssigkeiten. Dies führt zu einer wellenförmigen Bewegung der beiden Membranen. Dadurch werden die Haarzellen gegenüber der Tektorialmembran verschoben und aktivieren so die Neuronen des Gehörnervs.

 

 

 

 

 

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Lärm

 

Lärm ist keine physikalisch messbare Größe, sondern ein als unangenehm, störend, in manchen Fällen schmerzhaft empfundener Schall. Ab ca. 80 dB kann chronischer Lärm zu Gehörschäden führen. Ein Schalldruck von über 120 dB wird als schmerzhaft wahrgenommen.

 

 

Ob Lärm belastend wirkt, ist von subjektiven Faktoren wie der allgemeinen psychischen Verfassung abhängig.
Fest steht aber, dass Lärm sich über zentralnervöse Impulse auf den gesamten Organismus auswirkt. Es kommt zur Ausschüttung von Katecholaminen (Stresshormonen). Der Blutdruck steigt, Herz und Atemfrequenz sind erhöht Magensaftproduktion und Speichelfluss sind vermindert. Besonders betroffen ist das psychische Wohlbefinden. Schlafstörungen und Konzentrationsschwächen machen sich bemerkbar, was sich häufig durch allgemeinen Leistungsabfall zeigt.

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Lärmschwerhörigkeit

 

Chronische Lärmschwerhörigkeit ist eine der häufigsten Berufserkrankungen. Sie verdient daher besondere Beachtung. Ständige Schallpegel von über 85 dB überlasten das Innenohr und führen durch Sauerstoffmangel zur Zerstörung der Haarzellen, welche nicht mehr regeneriert werden können. Auch die fortleitenden Nervenzellen gehen auf diese Weise zugrunde. Bemerkbar macht sich diese Störung zuerst durch ein Druck- und Taubheitsgefühl in den Ohren, ebenso durch Müdigkeit und Konzentrationsschwäche.
Die Hörschwäche wird zu Beginn der Erkrankung kaum realisiert, da sich die Verschlechterung der Hörfähigkeit zuerst im Hochtonbereich bei 4 kHz zeigt. Erst später breitet sich die Schädigung auf den Sprachbereich aus. Eine erst einmal entstandene Gehörschädigung kann nicht mehr geheilt, sondern nur noch durch Hörgeräte versorgt werden.

Nicht nur chronische Lärmeinwirkung führt zu Schäden des Gehörs. Auch kurze Impulse von über 130 dB (Düsenflugzeug) können zu einem akuten akustischen Trauma führen. Dabei kommt es direkt zur mechanischen Schädigung der Haarzellen.
Der Schweregrad der Läsion ist abhängig von Schalldruckpegel und Frequenz. Je stärker also die Schallenergie, desto geringer die Chance auf Heilung. Auch hier gilt, dass zerstörte Haarzellen nicht regeneriert werden können.