Allgemeine Informationen Die KlebeverbindungKlebstoffe sind Brücken zwischen Werkstoffoberflächen, ungeachtet der Tatsache, ob es sich um einen oder um verschiedene Werkstoffe handelt. Das Klebeverfahren hängt von folgenden Kriterien ab:
- der Klebefestigkeit des Klebstoffes am Werkstoff, die sogenannte Adhäsion
- der Festigkeit innerhalb des Klebstoffes, die sogenannte Kohäsion (vgl. Abb. 1).
AdhäsionUnter "Adhäsion" wird die Haftkraft an der Kontaktfläche zweier Stoffe verstanden. Physikalische Anziehungs- und Absorptionskräfte, als "Van der Waalsche Kräfte" bezeichnet, spielen beim Kleben die bedeutendste Rolle. Die Ausbildung dieser intermolekularen Kräfte ist wesentlich geringer, wenn der Klebstoff wegen der relativen Rauhtiefe mechanisch bearbeiteter Oberflächen keinen direkten Kontakt mit dem zu verklebenden Werkstoff hat. Aus diesem Grund muß der Klebstoff in die Rauhtiefen eindringen und die gesamte Oberfläche benetzen. Die Höhe der Adhäsionskräfte hängt also einerseits vom Benetzungsvermögen ab (um einen größtmöglichen intermolekularen Kräfteaustausch zu erhalten) und andererseits von der Klebefreundlichkeit der Oberfläche. Die Benetzung hängt bei gegebener Oberflächenspannung des Klebstoffs von der Oberflächenenergie des Werkstücks und der Viskosität des Klebstoffs ab. Verschmutzungen beeinträchtigen ebenfalls die Qualität der Benetzung.

Abb. 1: Die Haftkräfte in der Klebeverbindung.
KohäsionAls "Kohäsion" werden die Kräfte bezeichnet, die zwischen den Molekülen eines Klebstoffs herrschen, um diesen zusammenzuhalten. Diese Kräfte setzen sich zusammen aus: - Zwischenmolekulare Anziehungskräfte (Van der Waalsche Kräfte) und
- Verklammerung der Polymermoleküle untereinander
Nach der Regel, daß eine Kette nur so stark ist wie ihr schwächstes Glied, sollten die Adhäsions- und Kohäsionskräfte in einer Klebeverbindung etwa gleich groß sein.
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