Hautschutz

 

Neben dem Gebrauch von Schutzhandschuhen zählen dazu der Einsatz von Hautschutzmitteln, die Hautreinigung und die Hautpflege (3-Punkte-Hautschutzprogramm).

Spezieller Hautschutz: Die Anwendung von Hautschutzsalben kann die Gefährdung der Haut durch Arbeitsstoffe zwar nicht verhindern, aber doch herabsetzen. Der richtig durchgeführte Hautschutz beruht dabei nicht auf einer isolierenden Abdeckung der Haut, sondern auf dem Zusammenwirken von Struktur und Funktion der Haut mit der schützenden Salbe. Es gilt, die Haut zu entlasten, um ihre natürliche Schutzfunktion nicht vorzeitig zu erschöpfen. Dabei ist eine gezielte Auswahl von Hautschutzsalben notwendig. Im Wesentlichen sind zwei Arten zu unterscheiden:

  • wasserlösliche Hautschutzsalben (Öl-in-Wasser-Emulsion = fettfrei oder fettarm); geeignet beim Umgang mit wasserunlöslichen Arbeitsstoffen
  • wasserunlösliche Hautschutzsalben (Wasser-in-Öl-Emulsion = stark fetthaltig); geeignet beim Umgang mit wasserlöslichen Arbeitsstoffen.
Bei der Verwendung von Hautschutzsalben ist zu beachten, dass die Produkte nur eine begrenzte Wirkung aufweisen und daher mehrmals am Tag aufgetragen werden müssen.

Hautreinigung: Ein richtig durchgeführter Hautschutz verhindert starke Verschmutzung der Haut. Wenn aber Hautschutz nicht konsequent durchgeführt wird, müssen Hautreinigungsmittel verwendet werden. Diese sind nach Art und Grad der Verschmutzung auszuwählen. Einfache Verschmutzungen, wie sie im Haushalt oder Büro vorkommen, erfordern meist nur Mittel auf der Basis waschaktiver Substanzen (z. B. Seifen). Für Grobverschmutzungen, etwa durch Öle und Fette, werden ihnen noch Reibmittel und für Spezialverschmutzungen (z. B. durch Klebstoffe, Harze, Teer) als dritter Baustein Lösemittel zugesetzt. Ein Hautreinigungsmittel sollte dabei nicht nur eine ausreichende Reinigungswirkung haben, sondern auch die jeweils bestmögliche Hautverträglichkeit aufweisen.

Hautpflege: Regelmäßige Hautpflege unterstützt die Regeneration der Haut. Durch Hautpflegemittel werden der Haut verloren gegangene Feuchtigkeit und Fettstoffe zugeführt, die ihr durch berufliche und umweltbedingte Einflüsse entzogen wurden. Zu unterscheiden sind im Wesentlichen stark fettende, leicht fettende und fettfreie Salben. Welche dieser Präparate im Einzelnen aufzutragen ist, hängt sowohl von der Art der verwendeten Chemikalien als auch von der persönlichen Hautsituation ab.